Gefäße:

Beingeschwür

Ein offenes Beingeschwür (ulcus cruris) ist eine nicht heilende Wunde am Bein, deren häufigste Ursache ein chronisches Venenleiden ist. Ein weiterer Grund kann ein Verschluss von Arterien sein. Vor allem bei älteren Menschen kommen häufig Mischbilder arterieller und venöser Durchblutungsstörungen vor. Die ursächliche Abklärung (arteriell/venös) erfolgt durch unsere Funktionsuntersuchungen: Dabei handelt es sich um Ultraschalluntersuchungen der Venen und der Arterien sowie um Messungen des Arteriendruckes an den Beinen. Je nach Ergebnis können weitergehende Untersuchungen (Stoffwechselerkrankungen zum Ausschluss eines Diabetes mellitus, Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmitteln, Entnahme von Hautproben) erforderlich werden.

Die Therapie des offenen Beingeschwürs (ulcus cruris) erfolgen bei uns
  • mit einer stadiengerechten Wundversorgung entsprechend dem Zustand der vorliegenden Wunde, zudem bei venösen, stauungsbedingten Ulzerationen, durch eine Entstauung mittels Kompressionstherapie,
  • bei krampfaderbedingten Beingeschwüren durch eine operative Ausschaltung der verursachenden Krampfader,
  • bei arteriellen Durchblutungsstörungen durch eine Verbesserung der arteriellen Durchblutung oder durch etablierte Zusammenarbeit mit Gefäßassistenten, ggf. auch durch operative Maßnahmen.


Venöse Beingeschwüre können wir meist durch eine ambulante Behandlung zur Abheilung bringen. Bei sehr ausgedehnten und extrem schlecht heilenden Ulzerationen ist ggf. eine Therapie im Rahmen eines stationären Aufenthaltes erforderlich. Zur Anwendung kommt dabei unter Umständen

  • eine Madentherapie zur Säuberung der Geschwürenbildung,
  • ein chirurgisches Ulcus-Shaving (operative Entfernung des Geschwürs),
  • eine Vakuum-Versieglung (die Wundheilung soll durch einen Wundverschluss samt Drainage für Sekret erfolgen)
  • und nach guter Vorbereitung des Geschwürgrundes eine abschließende Übertragung von Haut (Mesgraft-Tranplantationen).