Gefäße - Venenzentrum Saarlouis

Enddarm:

Analkarzinom

Analkarzinome sind eher seltene, bösartige Tumore der Haut des Afterrandes und des Analkanals. Der Grad ihrer Bösartigkeit hängt ab von Lokalisation, Größe, Tiefenausdehnung und der feingeweblichen Zusammensetzung ab. Die Patienten verspüren einen nässenden, juckenden, zuweilen blutenden „hautfarbenen“ bis roten Knoten am After. Unbehandelt besteht die Gefahr des Einwachsens der Tumore in die Schließmuskulatur mit der Zerstörung der Schließmuskeln sowie das Risiko der Fernmetastasierung. So weist ein Analkarzinom des Analrandes, die den Hauttumoren zugerechnet werden, eine bessere Heilungschance auf, weil sie sich oft im Frühstadium erkennen lassen. Das Karzinom des Analkanals wird häufig jedoch erst spät entdeckt.

Ein Analkarzinom des unteren Analkanals und des Analrandes treten bei Männern ca. drei- bis viermal so oft auf wie bei Frauen, während Analkarzinome des oberen Analkanals häufiger bei Frauen zu finden sind. Grundsätzlich sind Analkanalkarzinome überwiegend erst ab dem 60. Lebensjahr zu finden. Bei Immunschwäche (AIDS, Blutkrebs, immunsupprimierte organtransplantierte Patienten) kommen diese Karzinome auch in einem früheren Lebensalter vor.

In der Behandlung empfehlen wir in den meisten Fällen eine proktologische, operative Abtragung, die bei uns unter Lokalanästhesie erfolgt.