Menu

Laserbehandlung und Radiofrequenz-Therapie der Stammvenen

Schonende und minimal invasive Behandlungsmethoden haben sich in den letzten Jahren zur Behandlung der kranken Venenabschnitte zunehmend etabliert.
Bei den Verfahren werden durch Laser- oder Radiowellenenergie die Venen thermisch verschlossen. Im Idealfall ist die Vene nach etwa einem Jahr nicht mehr nachweisbar. Die Rezidivquote nach endoluminaler Therapie ist etwas größer als nach korrekter Schnitttechnik in der Leiste oder  Kniekehle (Crossektomie).

Eine große Untersuchung an 500 Patienten, die wir gemeinsam mit Dr. Flessenkämper, Berlin, und Dr. Hartmann, Freiburg, durchführten,  ergab, dass die neueren Techniken dem Stripping gleichwertig sind.
Bezüglich Schmerzhaftigkeit nach dem Eingriff, kosmetischem Ergebnis, Infektionsraten, mittelfristiger Rückfallquote und Arbeitsfähigkeit
sind diese Verfahren mit der klassischen Operation (Crossektomie) vergleichbar. Ein großer Pluspunkt der neuen Methoden besteht darin,
dass der Eingriff in den meisten Fällen in örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt werden kann. Private Krankenkassen übernehmen in aller
Regel die Kosten für die endovenösen Verfahren. Zwischen einigen gesetzlichen Krankenkassen und unserem Venenzentrum bestehen bereits
Verträge zur Kostenübernahme.

Sowohl die Laser-, als auch die Radiofrequenztherapie sind jeweils thermische Verfahren. Ultraschallkontrolliert wird ein Katheter am
Unterschenkel bzw. Oberschenkel in die erkrankte Vene eingeführt und kurz bis vor deren Einmündung in die tiefe Vene vorgeschoben.
Während des langsamen Zurückziehens der Sonde wird eine exakt dosierte und definierte Radiowellen- oder Laserenergie abgegeben
und somit die erweiterte Vene durch Erhitzen von oben nach unten verschweißt. Die Vene verbleibt im Körper und
wird im Laufe der Zeit abgebaut.Die Operation wird in Lokalanästhesie, meist kombiniert mit einer Sedoanalgesie (Dämmerschlaf)
durchgeführt. Verbliebene Seitenastkrampfadern können in gleicher Sitzung durch Miniphlebektomie entfernt werden.
Es besteht auch die Möglichkeit einige Monate nach dem Eingriff zuzuwarten, da sich in einem Teil der Fälle die peripheren
Krampfadern spontan,  zumindest teilweise, zurückbilden. Etwa drei bis vier Wochen lang nach der Operation sollte ein Kompressionsstrumpf
getragen werden. Da es sich bei dem Krampfaderleiden um eine chronische Erkrankung handelt, sind Kontrollen in vier- bis sechsmonatigen
Intervallen die ersten Jahre zu empfehlen.