Gefäße - Venenzentrum Saarlouis

Enddarm:

Analfistel

Im Inneren des Afters befinden sich Drüsen (Proktodealdrüsen), die sich ohne äußere Gründe spontan entzünden können, was auf keinen Fall etwas mit mangelnder oder falscher Hygiene zu tun hat. Entzündet sich die Drüse, entwickelt sich ein Gang (Analfistel), der sich seinen Weg nach außen sucht. Im Verlauf entwickelt sich ein Abszess, der eine schmerzhafte Schwellung darstellt. Platzt der Abszess, entleert sich durch die äußere Fistelöffnung meist blutiges, eitriges Sekret.


Die meisten Fisteln können wir nur mit einer fachgerechten, proktologischen Operation therapieren. Unbehandelt birgt jede belassene Analfistel das Risiko, dass ein Analabszess entsteht, der Teile der Afterschließmuskulatur zerstören kann. Deshalb eröffnen wir den schmerzhaften Analabszess operativ und entleeren den Eiter. Darüber hinaus schauen wir nach weiteren Fistelgängen, die ebenfalls zu behandeln sind. Damit das Sekret langfristig abfließen kann, platzieren wir einen Faden oder ein Loop (Gummiband) im Fistelgang. Dort wird es mind. 6-8 Wochen belassen. In dieser Zeit verkleinert sich die Abszesshöhle und etwaige Seitengänge verkleben. Danach können wir den Fistelgang sanieren. Das kann chirurgisch durch die Spalten des Fistelganges erfolgen. Dazu müssen wir ggf. nach Fistelverlauf Teile der Schließmuskel spalten. Unterhalb der Schleimhaut gelegene Fisteln empfehlen wir direkt aufzuspalten, weil hierbei der Schließmuskel geschont wird.


Bei der minimal-invasiven Lasertherapie (FiLaC Methode) strahlt der Laser mit seinen besonderen speziellen Fasern das Laserlicht radial in einem Ring um die Faserspitze aus. Durch diese homogene Bestrahlung wird in einer definierten Tiefe von 2mm nicht nur das umliegende Gewebe (Epithel, Granulationsgewebe, Drüse) zerstört, sondern auch der Fistelgang kollabiert. Zum Verschluss des inneren Fistelostiums (Öffnung) kann bei einer Größe über 4mm eine Z-Naht nötig sein, um eine Verschmutzung durch den Stuhl zu vermeiden. Durch die minimal-invasive Methode wird der Schließmuskel maximal geschont, eine Exzision (Spaltung) des Fistelganges entfällt. Damit verringern wir Wunden – die Wundheilung wird beschleunigt. Diese Methode können wir beliebig oft wiederholen und mit anderen Behandlungen kombinieren. Sie dauert nur wenige Minuten.