Enddarm:

Analfissur

Bei einer Analfissur handelt es sich um einen Einriss der Anal- und Schleimhaut, die sich chronisch entzündet und ein ständig neu aufreißendes, nicht heilendes, schmales Geschwür bildet. Diese Einrisse werden vor allem der Hinterseite (Steißbeinwärts) des Afters gefunden. In der Folge kann sich ein hoher Druck des Schließmuskels, der unter der Schleimhaut sitzt, ergeben. Die Ursache dafür, dass die Wunde nicht abheilt, liegt in der schlechten Durchblutung begründet, die wiederum auf einem erhöhten Ruhedruck des Schließmuskels beruht. Nach außen bildet sich an der Fissur oft eine Hautfalte. 

Typisch für die Analfissur ist ein stechender Schmerz bei und nach der Stuhlentleerung, der häufig über eine Stunde anhält. Die akute Analfissur können wir häufig mit Cremes mit betäubenden und gefäßerweiternden Inhaltsstoffen lindern. Diese werden auf einen Analdehner aufgetragen und für wenige Minuten anal eingeführt. Der Analdehner erweitert und erschlafft die Schließmuskulatur und ermöglicht somit den Auftrag der Creme im Bereich der Fissur.

Das Risiko besteht darin, dass die Fissur chronisch wird und sich die Gefahr einer Fistelbildung entwickelt. Dann ist in der Regel eine Operation notwendig. Wir unterscheiden zwischen der offen-chirurgischen und der minimal-invasiven Lasertherapie. Bei der chirurgischen Operation schneiden wir die geschädigte Schleimhaut mit ihren Randwall aus – der Wundgrund verschorft. Die Schleimhaut in diesem Bereich heilt narbig ab. Dies kann in der Regel 2-4 Wochen dauern.

Bei der Lasertherapie verschorft die Schleimhaut mit ihren Randwall. Der Laser dringt jedoch nicht so tief in das Gewebe ein, womit es weniger geschädigt wird.